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Ein Wasserwerfer für das Polizeimuseum

Der älteste Wasserwerfer Deutschlands kommt aus Hamburg.

Wann er allerdings in seine Heimatstadt Hamburg zurückkehren wird, ist noch ungewiss. „Wir hoffen darauf, dass er in den Bestand des Polizeimuseums kommt und nach umfassender Restaurierung der Öffentlichkeit präsentiert werden kann“, erklärte jetzt Joachim Schulz, Leiter des Polizeimuseums Hamburg. Gutachter des Militärhistorischen Museums haben den Hamburger Wasserwerfer (Baujahr 1961) genau unter die Lupe genommen und befürworten dessen Erhalt. In den 1960er und 70er Jahren war er unter anderem während der Studentenunruhen in Hamburg immer wieder zum Einsatz gekommen. Wegen seines hohen Quellen- und Symbolwertes sei es wichtig, ihn als historischen Sachzeugen zu erhalten, um ihn dann in einem klimatisierten Museumsdepots dauerhaft unterzubringen, heißt es im Gutachten des Militärhistorischen Museums Dresden, Fachbereich Restaurierung.


Symbolisches Stück Zeitgeschichte

Im Moment ist der grüne Wasserwerfer nur rollfähig, Gaspedal und der Boden der Fahrerkabine sind durchgerostet, die Bremsen ohne Funktion. „Die Korrosion-Schäden sind erheblich, die Fahrzeuglackierung zeigt zahlreiche Beschädigungen, Abplatzungen, Schleif- und Überarbeitungsspuren auf, aber auch erhaltenswerte Gebrauchsspuren, wie Schäden durch Steinwürfe“, so Museumsleiter Schulz. Das Gutachten habe für Klarheit gesorgt. Dafür sei man sehr dankbar. Das Polizeimuseum werde sich dafür einsetzen,  den Wasserwerfer als plakatives Exponat zu erhalten. „Auf einzigartige Weise steht er symbolisch für die gesellschaftlichen Umbrüche der jungen bundesdeutschen Demokratie Ende der 1960er Jahre. Er ist damit ein Stück Zeitgeschichte“, so  Schulz weiter.  

Ausgedient und fast vergessen hatte der Hamburger Wasserwerfer zunächst auf dem Gelände der Akademie der Polizei Hamburg und danach viele Jahre in den Hallen der Polizeihistorischen Sammlung Berlin gestanden - mit 60 weiteren historischen Berliner Polizeifahrzeugen.   

Bei dem Wasserwerfer der Hamburger Polizei handelt es sich um einen luftgekühlten V6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor des Herstellers Magirus-Klöckner-Deutz-AG mit 125 PS und einem 4000-Liter -Wassertank.

Bis zu seiner Restaurierung bleibt der Hamburger Wasserwerfer in Dresden zwischengelagert, zunächst bis September 2021.  Dies wurde jetzt in einem Kooperations-Vertrag zwischen dem Polizeimuseum Hamburg und dem Militärhistorischen Museum Dresden vereinbart. Ausführliche Informationen über das Militärhistorische Museum in Sachsen gibt es im Internet unter www.mhmbw.de und www.mhm-gatow.de und auf unserer Website unter der Rubrik Freunde und Förderer.